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in memoriam

Christel (72)

21.09.2015

Geschrieben von mcsamygdalaretrainingadmin, am 16.11.2015


 

 

Geschrieben von Christel, zuletzt geändert am 23.02.2011:

https://i0.wp.com/www.guptaprogramme.com/wp-content/uploads/2013/08/amygdala.jpg

(c) http://www.guptaprogramme.com/neu-jetzt-auch-mit-deutscher-ubersetzung

Willkommen bei „MCS und Amygdala Retraining“!

Ich bin Christel, ich habe seit 10 Jahren MCS, ausgelöst durch schwarzen, giftigen Rauch nach einem Aufzugbrand.

MCS heißt Multiple Chemikaliensensitivität

Die Betroffenen reagieren auf sehr geringe Mengen von Chemikalien – Ausdünstungen von Teppichklebern, Weichmachern, Weichspülern und vieles, vieles mehr – mit vielfältigen Symptomen wie Gehirnnebel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen, Atemwegsbeeinträchtigung…

Mehr zu MCS und Umweltgiften  hier

http://www.hennek-homepage.de/selbsthilfeinitiative/index.htm

Vor acht Jahren bin ich in meine jetzige, gesunde Wohnung gezogen. Das kleinstädtische Umfeld ist auch sehr gesund und ich habe eigentlich gedacht, Bewegung an frischer Luft, gutes Bioessen, Nahrungsergänzungsmittel, frohe, heilsame Gedanken würden mich spätestens innerhalb zwei Jahren gesund werden lassen, weil ich lange schon wusste um die gewaltigen Selbstheilungskräfte des Menschen. Wenn ich keinen Schadstoffen ausgesetzt war, ist es mir sehr gut gegangen, aber bei Expositionen wurde ich krank.

Im Frühsommer des Jahres 2010 habe ich zufällig etwas über das Amygdala Retraining gelesen:

http://www.guptaprogramme.com/html/prog_german.asp

Ashok Gupta hat ein therapeutisches Programm entwickelt, das für Menschen mit CFS, dem „Chronischen Erschöpfungssyndrom“, hilfreich sein kann.

Mich interessierte die ganze Sache gewaltig, ich habe selber eine NLP- Ausbildung. Ich arbeite nicht mehr, benutze Veränderungsstrategien nur noch für mich. Ich habe mich gefragt, ob das Amygdala Retraining auch bei MCS funktioniert:

„Die Amygdala entscheidet, ob Stimuli (in meinem Fall giftiger Gestank) eine Gefahr sind oder nicht“ steht in dem frei zugänglichen Text auf der Seite von Ashok Gupta:

http://www.guptaprogramme.com/html/prog_german.asp

Robert Dilts hat das Buch „Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit“ geschrieben.
(Ähhhm, eigentlich wollte ich heute bei dem Regen bügeln und nähen, aber nun hänge ich über Gupta und bin begeistert, das nähen und bügeln verschiebe ich, ist immer so bei mir)

Robert Dilts schreibt von der Brustkrebserkrankung seiner Mutter und wie er ihr geholfen hat, zu gesunden:

Viele Glaubenssätze haben mit Erwartungen zu tun. Wenn Sie nicht erwarten, von einer Krankheit zu gesunden, werden Sie nichts von all dem tun, was Ihnen helfen kann, sich zu erholen- besonders nicht solche Dinge, die schwierig sein könnten“
(Robert Dilts, Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit, Junfermannverlag 1998, S. 35)

In dem frei zugänglichen Teil des Gupta- Programms (Links weiter oben)
steht, bezogen auf CFS:

„Ich möchte nun, dass Sie sich, bevor wir in das eigentliche Programm einsteigen, selbst das Versprechen geben,
dass Sie diesen misstrauischen Teil Ihres Verstandes für genau sechs Monate loslassen werden, und dieses
Programm erst nach dieser Zeit beurteilen werden. Dass Sie ihm, egal was passiert, sechs Monate lang 100%
Engagement widmen, und erst dann entscheiden werden, ob es für Sie funktioniert hat oder nicht. Sie werden
einfach weitermachen mit dem Programm, was immer auch geschieht, offen und bereit, Ihr eigenes Engagement
einzubringen. Wie schon erwähnt, ich bin so fest davon überzeugt, dass es Ihnen helfen wird, dass Sie es andernfalls
zurückgeben können und Ihr gesamtes Geld zurückerhalten. Also, beobachten Sie sich jetzt bitte selbst, ob Sie sich
vor allen anderen Dingen selbst dieses Versprechen geben können.“
(S.11)

Ich muss die felsenfeste Überzeugung haben, dass meine Anstrengungen von Erfolg gekrönt sein werden.

Ich habe zwei merkwürdige Erfahrungen zu MCS:
Als meine Mutter beerdigt wurde, bin ich natürlich zur Beerdigung gefahren. Im Zug im Speisewagen, der zum Raucherabteil hin offen war , war entsetzlich schlechte Luft. Die Wohnung meiner Mutter war eine Raucherbude, sie war starke Raucherin, zum Abschluss der Beerdigungsfeierlichkeiten ging es in eine Gaststätte, ungelüftet, auch eine Raucherbude. Ich habe mit schweren Symptomen gerechnet, mindestens drei Tage.
Zu meiner Überraschung war ich nur ein bisschen müde, hatte nicht eines meiner sonstigen Symptome.

Kürzlich hab ich eine Freundin zum Friedhof begleitet. Die Kapelle war stark parfümiert, in Weichspüler getauchte Trauernde, die Gaststätte war ungelüftet.
Wieder habe ich am nächsten Tag nichts gespürt.

War ich durch den aktuellen Kummer so abgelenkt, dass meine Amygdala nicht dazu gekommen ist, mir zu sagen: Gefahr, Gefahr, lauf weg?

Vielleicht ist meine Amygdala falsch programmiert?

Ich hatte mal Telefonkontakt mit einem Autohausbesitzer, der gerade dabei war, MCS zu bekommen. Der hat mir eines Tages gesagt, er will von MCS nichts mehr hören, er habe das Gefühl, je mehr er lese und wisse, desto schlimmer wird das Ganze!

Eine Bekannte mit MCS hat gesagt, sie will keinen Kontakt mit MCS- Betroffenen, weil sie das Gefühl hat, dass es „ansteckend“ ist, je mehr man darüber redet.

Ich selbst verdränge MCS, wenn ich in Geschäfte gehe, wenn jemand mit Zigarette an mir vorbei geht, wenn es bei mir im Treppenhaus manchmal nach Parfüm stinkt- das ist mir alles egal- und ich merke davon nichts, habe keinerlei Reaktionen bei solchen Gelegenheiten!

Mir ist klar, dass man bei MCS noch viel mehr in ein Wespennest sticht, wenn man sagt, man muss seine Amygdala umprogrammieren, aber ich werde es tun, meine Mandelkerne umprogrammieren. Ich weiß soviel von mentalem Heilen, Heilen mit Gedankenkraft, heilen mit medizinischer Bildersprache. Bisher war mir nicht klar, wo genau ich bei MCS ansetzen muss, aber die Sache mit der Amygdala hat mich nahezu vom Hocker gehauen!

Ich habe mir mal ein Herzkranzgefäß (angina pectoris) durchlässig gemacht, mental, tiefe, tiefe Trance, die Gefäße geweitet, mit winzigem Bürstchen durch alle Gefäße gegangen, plötzlich hat es hinter dem Brustbein gegluckert, meine Angina Pectoris war weg! Ich habe anschließend nicht mehr soviel Kuchen gegessen und Folsäure und B12 und B- Komplex eingenommen.

Ich kann Halsschmerzen als Beginn eines grippalen Infekts wegmachen, wenn ich will (und mich nicht ins Bett legen will)

Als ich meine distale Radiusfraktur hatte- Plattenversorgung- war meine Hand in null komma nix abgeschwollen und die Finger beweglich- auch mental herbeigeführt.

Das ist schon Wahnsinn, was man alles machen kann.

Hier habe ich etwas gefunden:

http://www.enveda.de/magazin/gesunde-lebensgestaltung/gehirn-einschalten-hier-ist-der-schalter.html

„Verhaltensmuster und Fähigkeiten des Menschen lassen sich in bestimmten Gehirnregionen lokalisieren. Unser größtes Potential an Kreativität, Mitgefühl, Intuition und Genie steckt in den derzeit wenig genutzten Stirnlappen des Neocortex – die aber mit einfachen Mitteln aktiviert werden können.

 Als Teil des limbischen Systems spielt die Amygdala eine besondere Rolle“

Also, alles, was ich jetzt über die Amygdala gelesen habe- sie spielt eine große Rolle bei MCS, ist direkt mit dem Riechkolben verbunden.

Und: Ich suche seit 8 Jahren einen mentalen Zugang, dies wäre einer!

Ich nehme seit vielen Jahren Nahrungsergänzungsmittel, habe keinen Nitrostress (nach Pall kommt MCS ja von Nitrostress), und der Ashok Gupta sagt (er kennt die Arbeiten von Pall ), dass diese komplexen Krankheitsbilder wie CFS, MCS nicht durch Nitrostress entstehen können.

Mir rauchte der Kopf vor lauter Amygdala

Das Problem ist, man wird in der Luft zerrissen, wenn man in der MCS– Community irgendwie andeutet, das ganze könnte einen „psychischen“ Aspekt haben. Ich habe einen klar identifizierbaren Auslöser für meine MCS und zwei umweltmedizinische Gutachten.

Ich war immer, seit mindestens 7 Jahren, davon überzeugt, dass das limbische System eine Rolle spielt, denn die Riechnerven gelangen ins Zwischenhirn und ins limbische System und wie ich jetzt gelernt habe, direkt in die Mandelkerne.

„Inzwischen ist allgemein anerkannt, dass zwischen den Augenbewegungsmustern und Vorgängen im Gehirn tatsächlich Zusammenhänge bestehen. Die kann man nicht nur – wie wir es in diesem Zusammenhang tun – dazu nutzen, mehr über die Denkstrukturen des Gegenüber zu erfahren. In der sogenannten Wingwave-Methode und anderen Ansätzen der Traumabehandlung wird sogar versucht, durch Beeinflussung der Augenbewegungen und aktives Führen der Augenbewegungen die Wirkung traumatischer Erfahrungen zu vermindern oder gar ganz aufzuheben.“

Quelle:
NLP Augenzugangshinweise

Der Ashok Gupta wendet Strategien aus dem NLP an, auch die Sache mit der Timeline ist von dort. („Geh in die Zukunft und stell Dir Deine Zukunft als vollkommen gesunder Mensch vor“)

„Könnte es also sein, dass durch Gerüche also irgendwelche (emotionale oder körperliche ) Erinnerungen getriggert werden und der Körper so wieder in Alarm versetzt wird, ähnlich einer Posttraumatischen Belastungsstörung, nur eben ohne dass man einen bewussten Zusammenhang zum Auslöser herstellen kann?“

Ich habe lange keinen Zusammenhang zwischen meiner Chemikalienempfindlichkeit und dem Brand gesehen, konnte mir das alles nicht erklären und hab nach Ursachen gesucht „wie so eene Bekloppte“, irgendwann sah ich dann mal im Fernsehen einen Bericht, wie giftig diese schwarzen Rauchschwaden von Elektrik und Elektronik und Plastik sind und plötzlich hab‘ ich mich daran erinnert, wie wir durchs Treppenhaus um unser Leben gerannt sind und von da an war dieser Brand meine Erklärung- nur- jetzt, nach 9 Jahren? Wenn ich ohne Chemikalienexposition fit bin? Nach (auch noch so geringer) Exposition habe ich das, was auch die mit CFS haben, am nächsten Tag liege ich auf dem Sofa und komme kaum hoch. Nach ein bis zwei Tagen ist das wieder vorbei.

Die Mandelkerne sind der Schalter, ich bin ganz sicher.

Mit CFS wegen größtmöglichem Stress hat das Elend bei mir angefangen, dann kam MCS dazu (nach Aufzug- und Treppenhausbrand)- superdeutlicher zeitlicher Zusammenhang

Nach meinen Studien damals im Mai 2010 zum Amygdala Retraining (ich hab‘ zu der Zeit kaum etwas anderes gemacht) bin ich sicher, das es alles zusammenhängt:

Fehlgesteuerte Mandelkerne (Wir haben alle zwei, einen rechts, einen links) durch lang dauernden extremen Stress, dadurch erstmal schon CFS, Rennen ums Leben durchs Treppenhaus, hochgiftiges Zeugs in den schwarzen Rauchwolken, Trauma und dann durch MCS ständigen Stress, Fehlregulation der Systeme, vor allem der Mandelkerne, die Riechnerven landen direkt im Mandelkern!

Als ich das Gupta- Programm kennengelernt habe, dachte ich zuerst, nee, nee, hab‘ mich in der Krankheit so schön eingerichtet, mein Leben ist trotz allem einigermaßen lebenswert, hab‘ meine sichere Pension (solange Deutschland nicht Pleite geht), bin dankbar für mein warmes Bett jeden Abend, bin ja auch schon 67, wer weiß, ob das noch funktioniert usw.
Jetzt denke ich: ich habe nichts zu verlieren, kann für den Rest des Lebens alles gewinnen! Es ist auch eine sportliche Denke, eine Herausforderung: „Das wollen wir doch mal sehen!“

Und was ich mache ohne MCS entscheide ich dann.

Ha, es wird ein schöner Tag!

Jetzt ist Dezember und ich habe mich entschlossen, meine Erfahrungen mit dem Amygdala Retraining, die ich schon aufgeschrieben habe, im Internet in Form eines Blogs zu veröffentlichen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass möglichst viele Menschen mit MCS einen Nutzen davon haben und ich möchte zu gegenseitiger Unterstützung und Ermunterung bei dem Amygdala Retraining anregen.

Weiter mit:

Meine Arbeitshypothese zur Entstehung von MCS

https://mcsamygdalaretraining.wordpress.com/info/arbeitshypothese-zur-entstehung-von-mcs/

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